Simone Niggli-Luder
23-fache OL-Weltmeisterin
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Klubrekord an der Venla
Simone, 16.6.2014
Die Venla/Jukola ist immer eine Reise wert und auch in diesem Jahr nutzten wir die Gelegenheit um finnische Familienferien daraus zu machen. So reisten wir schon 10 Tage vorher nach Kuopio um den finnischen Sommer zu geniessen. Am Anfang war es wirklich richtig Sommer mit Temperaturen knapp unter 30 Grad und somit idealen Bade-Verhältnissen, woran die Kinder natürlich Gefallen fanden. Dann gingen die Temperaturen etwas zurück aber wir fanden trotzdem viele schöne Aktivitäten draussen. Dazu gehörten auch ein paar OL-Trainings,wo wir uns an das ruppige Gelände angewöhnen konnten.
Am Samstag ging's dann los mit der Venla Staffel. Der Start war einmal mehr eindrücklich mit über 1200 Frauen-Teams: die vordersten mit Top-Speed und Ambitionen, die hintersten verkleidet und plaudernd spazierend. Alles was laufen kann in Finnland macht mit, das ist Jukola! Welchen Stellenwert dieser Anlass und der OL in Finnland geniesst, erfuhr ich am Vortag am eigenen Leib: ganz in Zivil gekleidet sass ich in einem Restaurant, als mich zwei Polizisten um ein Autogramm baten...;-)
Start Venla Staffel
Start Venla Staffel
Zurück zur Staffel: da die Venla nur über 4 Strecken geht und diese ziemlich kurz sind, ist es sehr wichtig, dass man von Beginn weg dabei ist. Das gelang unserer Startläuferin Bettina hervorragend. Bei einem TV Posten stempelte sie sogar als Erste und bei der Übergabe kam sie mit nur 20" Rückstand als Elfte zurück, besser hätte es kaum sein können! Die junge Andrea Svensson lief mit den Eliteläuferinnen mit und zeigte eine Topleistung, wie auch Lilian Forsgren auf der dritten Strecke. Die Däninnen von Pan Arhus waren zwar wie erwartet vorne weg, aber ich konnte als Vierte in den Wald stechen. Das Gelände war wirklich tough, ruppig und steinig am Boden. Zum Teil dann aber auch wieder wunderschön wie bei Posten 6 oder 9 und 10.
Im Ziel war ich bis auf die lange Teilstrecke zu 5 recht zufrieden, aber bei der Analyse im Nachhinein war ich doch etwas enttäuscht, wieviel Verbesserungspotential ich noch gehabt hätte. Einige Unsauberkeiten kosteten immer wieder Zeit, aber vielleicht war ich auch zu beschäftigt mit meinem Bauch. Körperlich erwischte ich nämlich keinen guten Tag: schon von Beginn weg hatte ich keinen Saft in den Beinen und etwa ab der Hälfte begann es mit Bauchkrämpfen, die mich teilweise sogar zu kurzen Stopps zwangen. Etwas Falsches gegessen? Ich weiss es nicht genau, jedenfalls gab es in der folgenden Nacht einige Toilettenbesuche.
So war an einen läuferischen Angriff nicht zu denken und auch im Schlusskampf gegen Pohjantähti musste ich schon bald Forfait geben. Schade, vaber mit dem 5. Rang waren wir zufrieden und erreichten einen neuen Klubrekord!
 
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