Simone Niggli-Luder
23-fache OL-Weltmeisterin
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Steinige und nasse Ferien in Portugal
Simone, 10.3.2014
Das OL-Angebot im Frühling in Portugal ist in den letzten Jahren zum Insider-Tipp geworden. Die Portugiesen bieten immer wieder OL vom feinsten, anspruchsvolles und abwechslungsreiches Gelände, tolle Bahnen und meistens auch angenehme Temperaturen. Meistens... denn diesmal präsentierte sich das Wetter in Portugal vorallem im zweiten Teil unseres Aufenthaltes von der nassen Seite, aber all das konnte uns nichts anhaben und wir genossen tolle Ferien in Portugal.
Am Anfang nahmen wir an der MCO teil, die in der Nähe von Viseu, etwas im Landesinneren, stattfand. Einmal mehr wurde uns ein neukartiertes tolles Gelände geboten, wirklich ein Leckerbissen!
Schwierig zu beschreiben das Gelände, eine Mischung aus Finnland (grosse Felsplatten!), voralpinem Gelände in der Schweiz und Vegetation von Portugal. Während in der Mitteldistanz vorallem die Fein-Orientierung gefragt war, so kam auf der Langdistanz das Hanglaufen sowie die Routenwahlen dazu.
An beiden Läufen missglückte mir die Startphase, doch dann fand ich besser ins Rennen und konnte so mit zwei Tagessiegen auch die Gesamt-Wertung gewinnen.
Für die tolle Aussicht hatte ich nach dem strengen Aufstieg keinen Blick... ;-)
Für die tolle Aussicht hatte ich nach dem strengen Aufstieg keinen Blick... ;-)
Dann reisten wir an die Küste nach Mira, wo Mätthu und ich das sandige OL-Gelände testeten und die Kinder den Sand als Spielplatz begeistert nutzen konnten. Da es ja für mich kein Trainingslager im herkömmlichen Sinn war, blieb genügend Platz für Ausflüge und Erlebnisse mit den Kindern. Schon nur die Suche nach geeigneten Einkaufsläden inklusive Spielplatz war manchmal eine Nachmittag-füllende Aktivität ;-)

Für das Karneval-Wochenende reisten wir dann wieder ins Landesinnere für das Portugal-O-Meeting.
Wie gesagt schlug das Wetter nun richtig um, aber ich hatte oft das Gefühl, dass es den gut eingepackten Kindern viel weniger ausmachte als uns Erwachsenen...
Steingelände<br />Foto: J. Margarido
Steingelände
Foto: J. Margarido
Steinlabyrinth an der zweiten Etappe
Steinlabyrinth an der zweiten Etappe
Ich liebe es, mit Steinen und Felsen zu navigieren und diese Symbole waren wirklich nicht selten auf der Karte!
Leider war der Kartendruck nicht optimal, so dass die einzelnen Steine kaum lesbar waren und die Höhenkurven darunter auch kaum sichtbar. Aber es war gleich für jedermann und man musste versuchen, mit den gegebenen Informationen klar zu kommen.
An der ersten beiden Etappen kam ich zwar auch nicht fehlerlos durch, aber die Zeitverluste hielten sich jeweils in Grenzen und so war ich zweimal die Schnellste im Feld.
An der dritten Etappe erwischte es mich dann aber so richtig.
Die ersten Posten standen in einem ganz speziellen Geländetypen. Es hatte viele Steine und Felsen, war zusätzlich aber noch sehr unübersichtlich und man konnte fast nur gebückt durch die Vegetation rennen. Nachdem ich schon zum ersten Posten einen ziemlichen Umweg gemacht hatte, tauchte bei diesem Posten die vor mir gestartete Annika Billstam auf. Darüber war ich wohl so perplex und verwirrt, dass ich gleich einen nächsten grossen Fehler produzierte und auch beim 6. Posten liess ich einige Minuten liegen... Den Rest der Bahn ging dann besser und ich konnte vom Zuschauerposten noch von Zwischenrang 28. auf 8. hervorlaufen. Die Siegerin Maria Magnusson zeigte eine tolle Leistung und gewann überlegen und verdient.
Startteil der dritten Etappe
Startteil der dritten Etappe
Die letzte Etappe wurde als Jagdstart ausgetragen. Mit zwei guten und einem misslungenen Lauf (und da die anderen auch zum Teil ihre liebe Mühe hatten), konnte ich mit einem komfortablen 6-MInuten-Vorsprung auf die Langdistanz starten.
Der erste Teil führte über vorwiegend offenes Gebiet, wunderbar zu laufen und da die Bahnleger faire Postenstandorte gewählt hatten, war auch der Massstab 1:15000 kein Problem.
Ich lief ein gutes Rennen mit einige zusätzlichen Kontroll-Stopps, so dass kein grosser Fehler auftreten konnte. Als ich sah, dass wir nach dem Überlauf nocheinmal ins Gebiet der dritten Etappe kamen, musste ich kurz schmunzeln und nahm die Herausforderung an. Diesmal gelang es beser, wenn auch nicht ganz fehlerfrei, aber die Posten waren auch weniger schwierig als am Vortag.

So konnte ich zum 5. Mal in Serie (wusste das selber nicht mehr!) die POM gewinnen und das mit dem besten Support, den man sich wünschen kann:
 
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