Simone Niggli-Luder
23-fache OL-Weltmeisterin
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Trentino und Emmental
Simone, 23.9.2013
Dass die beiden Regionen Käse produzieren, war mir bekannt. Nach den letzten zwei Wochen ist für mich auch definitiv klar, dass beide Gebiete OL vom feinsten bieten!
Mit dem Nationalkader reiste ich nach Asiago für eine Woche spannendes und intensives OL-Training. Die Gegend auf dem Hochplateau von Asiago ist wunderschön und das tolle Herbstwetter trug das seine dazu bei, dass wir es in vollen Zügen geniessen konnten.
Das Gelände war abwechslungsreich und eine Mischung aus Jura (mit Kalkfelsen und Löchern) sowie voralpinem offenen Gebiet.
Beispiel eines Waldes in der Nähe von Asiago, geprägt von vielen Steinen, Felsen und Felslöchern.
Beispiel eines Waldes in der Nähe von Asiago, geprägt von vielen Steinen, Felsen und Felslöchern.
Beispiel eines voralpinen Gebietes auf dem Passo Coe
Beispiel eines voralpinen Gebietes auf dem Passo Coe
Einziger Makel an dieser Region sind für mich die x tausend Strassenkurven. Regelmässiges Unwohlsein auf den Autofahrten war die Folge, aber das Gelände entschädigte nachher für alles!

Ich konnte sehr gut trainieren und auch meine Hamstrings-Probleme lösten sich während dieser Zeit sogar ganz auf.
Auch technisch lief es meistens gut, speziell stolz bin ich über das Multi-Technik-Training, wo ich die schwierigen Anforderungen super bewältigte. Ansonsten sind diese "Kompass-Blindflug-Posten" nicht mein Spezialgebiet, aber an diesem Tag klappte es für einmal perfekt ;-)
Nach kurzer Erholung daheim ging es am Sonntag zur Sache mit der Mitteldistanz-SM auf der Karte Blasenflue bei Arni.
Zur Vorbereitung und Einstimmung lief ich am Samstag den Emmentaler-OL auf dem benachbarten Geissrüggen. Schon dieser Lauf war sehr schön und zeigte mir nochmals auf, welche Technik gefragt war.

Die Aussicht vom Weg zum Start war schon einmal eine Klasse für sich, das ganze Alpenpanorama erstrahlte im Sonnenschein.
Die Startphase glückte mir dann nicht ganz wie erhofft.
Bereits beim ersten Posten interpretierte ich den Postenraum etwas falsch und überlief den Posten so ein wenig. Zum dritten Posten lief ich den Hang wohl etwas zu schnell runter, verpasste die Wegabzweigung und brauchte dann ein Weilchen, bis ich mich südlich vom Posten auf dem Weg (!) genau auffangen konnte.
Dann aber lief es wie am Schnürchen, ich fühlte mich wohl mit Karte und Gelände und auch die Beine machten gut mit.
Es war eine Bahn mit vielen Posten und Richtungswechsel und man musste immer hellwach sein um die schnellen Passagen zu sehen und in den Postenräumen genau zu sein. Nach dem etwas holpirgen Beginn konnte ich so voll durchstarten und am Schluss mit 3 1/2 Minuten Vorsprung auf Sabine Hauswirth meinen 38. Schweizer Meistertitel feiern.
Mit einem aufgeschlagenen Knie, einem geprellten Schienbein sowie einem gestauchten Ringfinger hinterliess das Rennen bei mir aber auch seine Spuren... ;-)
beim letzten Posten<br />Foto: Daniel Salzmann
beim letzten Posten
Foto: Daniel Salzmann
 
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