Simone Niggli-Luder
23-fache OL-Weltmeisterin
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Doppelsieg im Jura
Simone, 2.6.2014
Spannendes Gelände bei Longchaumois
Spannendes Gelände bei Longchaumois »
Das Wochenende bot einen OL-Leckerbissen von höchster Qualität. Bei Longchaumois wurde am Samstag die Schweizer Meisterschaft über die Mitteldistanz ausgetragen, gefolgt von einer Langdistanz am Sonntag.

Der erste Höhepunkt war unsere Unterkunft: nur gerade 300m von der Zielarena entfernt hatte Mätthu für uns eine Gîte gefunden mit toller Wiese und Spielplatz für unsere Kinder. Somit konnten wir zu Fuss an die Wettkämpfe gehen.

Das Gelände war der zweite Höhepunkt: technisch wie auch koordinativ war das Terrain sehr anspruchsvoll und forderte höchste Konzentration. Der Wald war sehr ruppig, steinig und mit Karstfeldern durchzogen und so musste jeder Schritt wohlbedacht sein. Ständiger Kartenkontakt war praktisch immer nötig, denn ein Abhängen hatte oft grössere Zeitverluste zur Folge. Läuferisch war es auch schwierig einen guten Rhythmus zu finden, da man ständig am Klettern, Hüpfen und Ausbalancieren war. Solche Challenges habe ich sehr gerne und dementsprechend gross war meine Vorfreude, die kein bisschen enttäuscht wurde.

Meine Resultate waren dann auch der dritte Höhepunkt: ich konnte mir am Samstag meine 39. Schweizer Meisterschafts Goldmedaille umhängen lassen und auch am Sonntag war ich zuvorderst. Somit konnte ich mit gut und gerne 10 kg Käse im Gepäck heimreisen... ;-))
Podest Mittel-SM: Ines Brodmann-Simone-Judith Wyder<br />Foto: Homepage swiss orienteering
Podest Mittel-SM: Ines Brodmann-Simone-Judith Wyder
Foto: Homepage swiss orienteering
An der Mittel-SM hatte ich mit den Tücken des Geländes zu kämpfen. Einige Male wurde ich unsicher (Po 1, 5,9) und vor dem 11. Posten verlor ich die Nerven und dann auch die Orientierung... aber ich hatte mir vorgenommen, bis am Schluss zu kämpfen, da wohl kaum jemand fehlerfrei durch das Gelände kommen würde. Da die anderen auch Fehler machten, ich meine Zeitverluste in Grenzen halten konnte und vorallem auch durch eine sehr gute Schlussphase konnte ich trotzdem mit der besten Zeit einlaufen!
Ausschnitt von der Langdistanz
Ausschnitt von der Langdistanz
Am Sonntag auf der Langdistanz lief ich dann mit Ausnahme zum ersten Posten wie auf Schienen. Ich kam sehr gut mit dem Gelände und der Karte zurecht und es stellte sich das wunderbare OL-Feeling ein, das ich so liebe. Die Bahn war toll, mit einer richtig schönen langen Routenwahl und auch schwierigen Postenstandorten wie z.B. Posten 10. Ich merkte, dass dies ein Schlüssel-Posten war, den man vorsichtig und mit Konzept anlaufen musste. Dies gelang mir und die 13", die ich auf die Streckenbestzeit verlor, schaue ich als gut investierte Zeit an. Sowieso hatte ich mich während diesem Lauf sehr gut im Griff, so dass ich mich bei den entscheidenen Stellen zurückhalten konnte und nicht kopflos drauflos lief.
Ich Ziel wusste ich noch nicht, ob es zum Sieg reichen würde, aber ich war so oder so sehr zufrieden mit meiner Leistung. So schöner OL macht einfach Spass!
 
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