Simone Niggli-Luder
23-fache OL-Weltmeisterin
navi background
SOLA Première auf dem Podest!
Simone, 19.5.2014
3. Rang!<br />Danke  Steffi, Gabi, Christoph, Simu, Daniel, Chrigi, Beppi, Sämphi, Flöru, Joe, Anina, Ürsu und Luki für einen tollen SOLA-Tag!
3. Rang!
Danke Steffi, Gabi, Christoph, Simu, Daniel, Chrigi, Beppi, Sämphi, Flöru, Joe, Anina, Ürsu und Luki für einen tollen SOLA-Tag!
Etwas hatte mir bislang in meinem Palmarès gefehlt: die Teilnahme an der berühmten SOLA-Stafette. Die vom Akademischen Sportverband Zürich organisiert Stafette hat schon viele tolle Geschichten hervorgebracht und somit freute ich mich riesig darauf, auch endlich einmal daran teilzunehmen (bislang waren immer irgendwelche OL-Wettkämpfe dazwischengekommen). Mit dem Team "stuetz.be & co" jagten wir den begehrten Wanderpreis, ein grosses hölzernes Falu-Rösslein.

Einige Facts zur SOLA-Staffel:

Gesamtlänge: 116.1 km mit 2620m Steigung

Anzahl Teilstrecken: 14, davon 2 obligatorische Damenstrecken (1 und 10)

Teilstrecken-Distanz: 3.86 km - 14.09 km (5 Teilstrecken sind länger als 10 km)

Start: 08.00 h
Zieleinlauf: ab 17 Uhr im Läuferzentrum Irchel

Teilnehmer: ca 900 Teams, also über 12'500 LäuferInnen
Gesamt-Streckenplan (click zum Vergrössern)
Gesamt-Streckenplan (click zum Vergrössern) »
Nach dem Startpunkt um 8 Uhr geht die Staffel durch den ganzen Tag und durch Zürich und über die Hügelzüge rundherum. Die Organisation mit z.B. Anreise, Gepäcktransport und Übergabe beeindruckte mich sehr, es klappte alles wie am Schnürchen und war überhaupt nicht Unübersichtlich, wie ich zuerst gedacht hatte.

Durch unseren "Whats-App-Gruppen"-Chat waren wir immer auf dem Laufenden, wie es um unser Team stand. Während die Startläuferin Steffi schon unterwegs war, sassen einige von uns nämlich erst beim Frühstück... ;-)
Schon bald stellte sich heraus, dass es einen Dreikampf um den Sieg geben würde: "TV Oerlikon", die "Brownsche Spaziergänger" und unser Team setzten sich schon bald vom Rest des Feldes ab. Dazu kann man noch erwähnen, dass es bei den allervordersten Teams um Plätze und Zeiten geht, während es für den Grossteil der Teams vorallem ums Mitmachen geht, ein toller Anlass!
schon bald im Ziel meiner Teilstrecke...<br />Foto: Homepage SOLA
schon bald im Ziel meiner Teilstrecke...
Foto: Homepage SOLA
Das Kribbeln hatte bei mir schon einige Tage zuvor begonnen und um 14 Uhr gings dann richtig los für mich: Florian kam angespurtet und ich machte mich auf meine 10. Teilstrecke mit 8.74km und 165 Höhenmetern. Die Strecke führte von der Forch über den Pfannenstiel hinunter nach Egg, ein wohlbekanntes Terrain also (im Pfannenstiel gewannen wir 2003 die WM-Staffel!!).
Da die langsameren Teams etwas früher gestartet waren (Neustart für Strecke 8), waren viele Läuferinnen unterwegs und ich war nur am slalom-artig Überholen. Das gab zwar mental ein gutes Gefühl, aber ich war nicht so sicher, ob das Tempo hoch genug war. Unser Teamchef Beppi hatte uns einen Fahrplan aufgestellt, gemäss welchem ich eine Zeit von 32'30" zu laufen hatte. Ich wollte natürlich meinen Teil zum Team-Erfolg beitragen und diese Vorgabe erfüllen ;-))
Ich startete schnell und in den ersten Steigungen fühlte es sich auch tiptop an. Oben auf der Guldenen-Wiese kamen schöne Erinnerungen an die WM-Staffel auf, allerdings wurden die Beine auch schwerer... Kurz vor Km 5 hatte mich die Läuferin der Brownschen Spaziergänger, Emma Pooley eingeholt. Die Britin ist kein unbeschriebenes Blatt: im Radsport wurde sie 2010 Einzelzeitfahr-Weltmeisterin, 2008 gewann sie die Silbermedaille an den Olympischen Spielen und seit einiger Zeit trainiert sie für Triathlon.
Sie lief ein etwas höheres Tempo und ich versuchte sofort mitzugehen. Nach den Kletter-Qualitäten rückten nun die Downhill-Qualitäten in den Vordergrund. Es ging praktisch nur noch bergab, und teilweise sogar richtig heftig! Ich versuchte bewusst aktiv zu laufen und wollte Emma nicht aus den Augen verlieren. Als OL-Läuferin hat man da sicher einige Vorteile im Bergab-Rennen, aber ich glaube, ich bin noch selten so schnell bergwärts gerannt (was sich später auch rächen sollte... ;-).
Auf jeden Fall konnte ich in Sichtkontakt mit Emma an unseren nächsten Läufer Joe Merz übergeben und mit der zeit von 31'20" (und somit der zweitbesten Streckenzeit) war ich hochzufrieden (die Vorgabe hatte ich damit auch übertroffen).

Bereits beim Auslaufen spürte ich, dass sich das schnelle Abwärts-Rennen auf meine Muskulatur auswirken würde... und wirklich: am nächsten Tag war der Muskelkater frappant!!!
Das Rennen um den Gesamt-Sieg war enorm spannend, lagen doch nach 11 Strecken die drei Teams extrem nahe beieinander:
zeitliche Verlauf der drei Top-Teams über die ganze Staffel<br />Quelle: Stefan Lombriser
zeitliche Verlauf der drei Top-Teams über die ganze Staffel
Quelle: Stefan Lombriser
Die anderen beiden Teams hatten noch etwas mehr Kräfte übrig auf den letzten Strecken, aber wir konnte mit einer Bomben-Zeit von 6:57:53 den hervorragenden dritten Rang feiern!!! Diese Gesamtzeit hätte den letzten zwei Jahren sogar der Sieg bedeutet, aber in diesem Jahr waren zwei Teams stärker.

Wir durften aber sehr zufrieden sein und es machte riesig Spass, gemeinsam den Zieleinlauf im Irchel zu geniessen. Zum ersten Mal an diesem Tag waren wir auch alle als Team vereint ;-))

An der Rangverkündigung bekamen wir alle ein kleines grünes Holz-Rösschen, SOLA-Premiere erfolgreich beendet!
Wer an der Rangverkündigung nicht dabei war, verpasste den wohl emotionalsten Moment einer Preisverleihung überhaupt... mehr dazu wird nicht verraten ;-))
Gestern Sonntag startete ich mit Malin und meinen Eltern an der UBOL-Staffel auf der Karte Tête Plumée. Wir waren also ein 3-Generationen-Team und Malin rannte schnell wie der Blitz auf der 0. Strecke, so dass mein Vater mit einigem Vorsprung auf den gwöhnlichen Massenstart in den Wald stechen konnte.
Wir liegen alle gut, aber auch noch mit etwas Verbesserungspotential, doch am Ende reichte es mit dem 18. Rang in die erste Ranglistenhälfte.
Meine Beine waren ziemlich zerstört vom Samstag, aber dennoch machte es grossen Spass, vorallem auch bei diesem schönen Wetter und mit genialer Aussicht auf den Neuenburger-See.
 
« zurück
 
Hauptsponsoren
 

 
Simone Niggli-Luder
ist Botschafterin von

Bio Vision

Right to Play

Kovive

Velos für Afrika

Sativa

simone@simoneniggli.ch